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Das kleine Tao der Harmonie 6
Harmonie durch Sorglosigkeit
Es gibt zwei Gefühle in unserem Leben, die nicht nur unsere persönliche Balance, also die innere Harmonie ernsthaft beschädigen, sondern nachhaltig auch die Gesundheit. Vielleicht können Sie sich aufgrund der Überschrift schon denken, welche Gefühle hier gemeint sind: Schuldgefühle und Sorgen. Diese Gefühlszustände sind eine doppelte Verschwendung von Lebenszeit – und doch so schwer abzuschalten. Haben sie sich einmal in unserem Kopf eingenistet, werden sie zur seelischen Problemzone – und damit auf Dauer auch zur Belastungsprobe für die Gesundheit.
Was das unheilvolle Duo Schuldgefühle & Sorgen mit unserer Gesundheit anrichten kann, ist bekannt: Menschen, die dauerhaft von diesen Gefühlszuständen geplagt sind, riskieren sehr schwere Krankheiten. Weniger bekannt jedoch ist, wie wir dem Ursprung dieser körperlichen Beschwerden beikommen können und uns selbst wieder in einen Zustand der Harmonie bewegen können. Die Lösung liegt auf der Hand – das destruktive Gedanken-Karussell muss gestoppt werden, damit endlich innerer Frieden einziehen kann. Doch was so einfach gesagt ist, ist für den Schuldgefühl- und Sorgengeplagten schwer umzusetzen. Oder doch nicht?
Harmonie: Der Seele Platz in der Gegenwart schaffen!
Die gedanklichen Prozesse, die für Schuldgefühle und Sorgen zuständig sind, lassen sich leider nicht weghexen. Doch wer die Natur seiner belastenden Gefühle kennt, kann auch Tricks anwenden, um ihnen ihre Macht zu nehmen. Werfen wir deshalb einmal einen genaueren Blick auf das bedrückende Gefühlsduo:
- Schuldgefühle – Quälgeister der Vergangenheit: Dinge, die Sie einmal gesagt oder getan haben martern Sie und lassen Sie bereuen. Fragen wie „Wäre nicht alles anders gekommen, wenn ich nicht…?“ oder „Warum habe ich nur…? Wie konnte ich…?“ nehmen Gedankenraum ein und lassen Sie auf die Vergangenheit fokussieren.
- Sorgen – Endzeitszenarien für die Zukunft: Sorgen gelten der Ungewissheit der Zukunft. „Werde ich meinen Job behalten? Wenn nicht, was dann?“, „Wird Beate mir treu bleiben? Wird sie mich verlassen?“, „Was tue ich, wenn sich mein Gesundheitszustand verschlechtert?“, „Kann ich meine Rechnungen nächste Woche bezahlen?“ Die Gegenwart hat keinen Platz in diesem besorgniserregenden Gedankenspiel.
Eines hat das Duo gemeinsam: Es verwehrt Ihnen, im Hier und Jetzt zu leben und die Gegenwart zu genießen. Schuldgefühle richten den Blick nach hinten, in eine längst vergangene Zeit. Sorgen nach vorne, in eine Zukunft, von der niemand weiß, wie sie sich entwickeln wird.
Nüchtern betrachtet sind also diese beiden Gefühlszustände reine Zeitverschwendung. Doch diese Erkenntnis allein hilft weder dem Kopf noch der Gesundheit. Wie jedoch können wir lernen, diese Gefühle loszulassen? Ein guter Anfang, um den Körper zu entspannen, sind Meditation und Yoga. Den Schalter für Harmonie und Seelenfrieden umlegen, müssen wir jedoch woanders – in unserem Kopf!
Das sagt das kleine Tao der Harmonie zu Sorgen & Schuldgefühlen
Loslassen was nicht gut tut: Schuldgefühle:
- Betrachte die Vergangenheit als unveränderlich, schlechte und gute Erinnerungen inbegriffen. Was geschehen ist, ist vergangen. Die Schuldgefühle, die dich umtreiben sind nicht dazu geeignet, etwas an der Vergangenheit zu ändern, noch die Gegenwart positiv zu beeinflussen. Mache dir bewusst, dass es sinnvoller ist, zu lernen anstatt sich schuldig zu fühlen. Dann hat die Vergangenheit ihren Sinn erfüllt und Schuldgefühle haben an Macht eingebüßt.
- Versöhne dich mit Verhaltensweisen, die von der Norm abweichen. Liegen deiner Person andere Wertesysteme und Maßstäbe zugrunde als anderen Menschen, die dich haben anecken lassen oder die, ohne dass du dies wolltest, die Gefühle anderer verletzt haben? Der Wert deines Lebens ist auf deinen Überzeugungen aufgebaut. Befreie dich von dem Wunsch, Bestätigung von anderen Menschen für dein Denken und Handeln zu erfahren, dann werden auch Schuldgefühle für unpopuläre Entscheidungen keinen Einfluss mehr auf dich nehmen können und du wirst in Harmonie mit deinen Entscheidungen leben.
- Schaue in dich hinein: Welche Werte machen deine Person aus? Welche Werte vertrittst du nach außen, obwohl sie nicht den deinen entsprechen, weil du denkst, dass dein Umfeld dies von dir erwartet? Schenke dir dieses Versprechen: Handele nur noch deinen ureigensten Überzeugungen entsprechend. Dann handelst du richtig und in Harmonie mit dir.
- Schätze die Konsequenzen deines Handelns immer eigenverantwortlich und nüchtern ab. Bist du bereit, diese Konsequenzen zu tragen? Oder stehen sie in keinem Verhältnis zur Sache? Vergiss nicht: Es ist dein Leben, du allein entscheidest und bewertest!
Nächsten Monat erfahren Sie, was das Kleine Tao der Harmonie zum Loslassen von Sorgen sagt.
Harmonie365 09.07.2010, 11.33
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"Der eigentliche Sinn allen zweckhaften Tuns ist die
Harmonie."
Max Lüscher
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