
Ausgewählter Beitrag
Das kleine Tao der Harmonie 8
Harmonie durch flexible Selbstbilder
„Ich bin…“
Wenn man Sie darum bitten würde, diesen Satz mit allen Eigenschaften, die Ihnen zu sich selbst in den Sinn kommen zu vervollständigen, was würden Sie aufschreiben?
Sicherlich so einiges…
In Ihrem Unterbewusstsein befindet sich eine Vielzahl an Meinungen und Bildern, die Sie als charakteristisch für Ihre Person befinden. Sie halten sich (z.B.) für einen ungelenken Redner, eine/n durchschnittliche/n Liebhaber/in, ein viel zu gutmütiges Elternteil, einen grauenhaften Tänzer, einen sicheren Autofahrer, ein Mauerblümchen, etc.
Diese Selbstbilder sind mehr oder weniger fix. Leider ist es grundsätzlich so, dass wir unsere negativen Eigenschaften weitaus häufiger als „unveränderlich“ befinden. „Ich war noch nie ein guter Handwerker“, „Ich konnte noch nie gut einparken, das wird sich auch nicht mehr ändern.“ Wären wir doch auch nur genau so gewiss, wenn es um positive Selbstbilder geht!
Harmonie ist nicht entweder/oder
Manchmal reicht schon ein schlechter Tag, um positive Selbstbilder ins Wanken zu bringen. Ihr Chef findet, dass Sie Ihren Aufgaben nicht gut genug nachgekommen sind und Ihr Bild von sich als zuverlässigem Angestellten bröckelt. Ihr/e Partner/in hat etwas an Ihnen auszusetzen und mit einem Mal beschleicht Sie das Gefühl, dass Sie vielleicht nicht so liebenswert sind, wie Sie bisher dachten. Oder Sie sind einfach mit dem falschen Fuß aufgestanden und all die positiven Selbstüberzeugungen, auf die Sie gestern noch zugreifen konnten, sind heute nicht mehr abrufbar. Resultat: Negative Selbstbilder finden Bestätigung, positive geraten schnell ins Wanken. Das nagt am Selbstwert ebenso wie an der seelischen Harmonie.
Harmonie ist ein Zustand, der nur dann erreicht werden kann, wenn man sich selbst nicht in eine Schublade drücken lässt – auch nicht durch sich selbst! Kein Mensch ist entweder/oder. Streichen Sie feste „Ich bin…“-Urteile aus Ihrem Kopf, da sie beschränkend wirken anstatt unterstützend. Eine Persönlichkeit ist ständiger Entwicklung unterworfen (im besten Falle):
Heute denken, agieren und empfinden Sie so, morgen jedoch kann es sein, dass Sie ganz anders dazu stehen, weil Sie n der Zwischenzeit weitere Erfahrungen gemacht, neue Dinge gelernt und andere Gedanken gedacht haben, die Sie sich von Ihrer „gestrigen“ Persönlichkeit unterscheiden lassen . Es lohnt sich also nicht, sich in engmaschigen Selbst-Beurteilungen (oder gar –Verurteilungen) zu verfangen.
Das sagt das kleine Tao der Harmonie zu fixen Selbstbildern
- Sieh auf ein Urteil, dass du über dich selbst fällst, wie auf eine Momentaufnahme. Jetzt bist du so – morgen kannst du anders sein, wenn du es wünscht. Bleibe beweglich in der Beurteilung deiner Selbst. Beschränke dich nicht selbst durch feste Urteile. Ein Adler, der denkt er könne nicht fliegen, wird niemals Verwendung für seine Flügel finden.
- Du bist mehr als das, was du kannst und das, was du nicht kannst. Was du nicht kannst, kannst du erlernen und was du kannst, kannst du wieder verwerfen, wenn es dir sinnvoll erscheint.
Erfinde dich, deine Talente und Fähigkeiten jeden Tag aufs Neue und übernimm nicht ungeprüft ein Urteil vom Vortag. Lerne dich und all deine Eigenschaften immer wieder neu kennen, dann wirst du in vollendeter Harmonie mit dir selbst und anderen leben.
Harmonie365 15.11.2010, 20.18
Kommentare hinzufügen
Die Kommentare werden redaktionell verwaltet und erscheinen erst nach Freischalten durch den Bloginhaber.
Kommentare zu diesem Beitrag
"Der eigentliche Sinn allen zweckhaften Tuns ist die
Harmonie."
Max Lüscher






Sehr wahr und sehr weise!!!!!!
vom 29.11.2010, 16.15