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Harmonie auf neuen Wegen
Harmonie per Computer
Es gibt ja bekanntermaßen sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten einen Partner oder eine Partnerin kennenzulernen. Ist es beim Sport, im Rahmen einer Party, in einer Diskothek, durch eine Kontaktanzeige … es ist unmöglich, alle Möglichkeiten aufzuzählen. Doch in Zeiten des Internets wurde die Kontaktanzeige in der Zeitung durch Agenturen verdrängt, die Partnersuchende einander virtuell vorstellt. Wenn Sie möchten, können Sie es ausprobieren, doch die meisten Agenturen verlangen dafür eine Gebühr, können aber natürlich nicht dafür garantieren, dass eine von ihnen vermittelte Beziehung auch wirklich in einer von Liebe getragenen Verbindung mündet.Harmonie im Wunschprofil
Zunächst füllt man bei der Anmeldung einen Fragebogen aus, in dem man sich vorstellt. Neben Alter, Größe, Gewicht, Haarfarbe und anderen Merkmalen wird auch nach besonderen Interessen, Hobbys und dergleichen gefragt. In einem weiteren Fragebogen wird dann nach dem Wunschprofil des künftigen Partners oder der Partnerin gefragt. Diese Angaben beziehen sich dann ebenfalls auf persönliche Merkmale, Vorlieben, Interessen, Hobbys und dergleichen.
Ein Computer vergleicht dann die vorliegenden Profile und sucht diejenigen heraus, deren Profil die größten Übereinstimmungen aufweisen. Das sollte doch sicherlich funktionieren? Jeder Teilnehmer bekommt dann Vorschläge, die weitestgehend dem gewünschten Profil entsprechen. Eine tolle Idee! Und wenn man dann auch noch überprüft, ob bei der Geburt der beiden Partnerschaftsaspiranten die Sterne harmonierten, ob auch der Biorhythmus übereinstimmt, dann kann doch eigentlich nichts mehr in die falsche Richtung laufen! Oder?
Harmonie durch Zusammenführung
Aber, und das ist doch sehr fraglich, stimmt dann wirklich auch die Wellenlänge? Funkt es zwischen den beiden von der Agentur zusammengeführten Menschen wirklich beim ersten Date, so dass die Hormone verrückt spielen? Umfragen zeigen, dass dies sehr selten der Fall ist. Die „große Liebe“ kommt dabei nur selten heraus. Wir wissen aber, dass die „große, brennende Liebe“ in vielen Fällen nur ein Strohfeuer darstellt, das sehr schnell in sich zusammenfällt. Bleibt dann noch ausreichend Glut, die wesentlich länger anhält, dann ist ja alles bestens.
Dennoch möchte ich dem Computer, diesem Beziehungsvermittler, nicht schlecht reden, weil er unzweifelhaft Menschen zueinander führt, die zueinander „passen“. Oft sind es Menschen, die ihre Jugend schon einige Zeit hinter sich haben und weniger Wert auf glühende Leidenschaft legen, sondern Werte wie Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Geborgenheit wesentlich mehr zu schätzen wissen. Weshalb sollte zwischen diesen Menschen nicht auch Harmonie aufkommen, wenn sie sich gegenseitig bereichern und ein Leben in Zufriedenheit führen können? Selbst dann, wenn sich nur eine Freundschaft ergeben sollte.
Somit erspart der Computer diesen Menschen teure Suchanzeigen, so manche Enttäuschung und lange Zeiten des Alleinseins. In dieser Hinsicht können die Partnerschaftsvermittlungen im Internet durchaus Erfolge verzeichnen. Es lebe das Computerzeitalter!
Harmonie365 15.10.2010, 14.33
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"Der eigentliche Sinn allen zweckhaften Tuns ist die
Harmonie."
Max Lüscher
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