Harmonie

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Mit innerer Ruhe ...

... gegen den Stress des Alltags

Karoline Unga
18 Seiten
ISBN 978-3-86322-030--3 (PDF)
Herausgeber:
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Ausgewählter Beitrag

Harmonie der Sinne

Harmonie mit allen Sinnen


Manchmal ist es scheinbar wesentlich leichter mit anderen Menschen harmonisch zusammenzuleben, als mit sich selbst in Harmonie zu kommen. Früh morgens vor dem Spiegel im Badezimmer: „Ich mag dich nicht, aber ich rasiere dich doch.“ Nein, hier stimmt etwas nicht. Sich selbst zu lieben ist die Grundlage dafür, mit sich selbst in Harmonie zu sein, sich so zu akzeptieren wie man ist. Es ist wichtig, sein Selbst zu lieben. Wo keine Liebe ist, kann keine Liebe gegeben werden. Wer mit sich selbst nicht im Reinen ist, also mit sich selbst nicht in Harmonie ist, kann auch mit anderen nicht harmonisieren. Unweigerlich wird ein Mensch so zum Misanthropen.

Das aber treibt einen solchen Menschen in die Isolation oder sogar in eine oft vernichtende Einsamkeit. Das ist überhaupt nicht im Sinne einer freudvollen Lebensgestaltung. Und das Leben, mindestens das derzeitige, soll doch so schön wie nur möglich sein. Das ist das Ziel eines jeden Menschen. Manche erreichen dieses Ziel, andere nicht. Hier nun einige Hilfen, zumindest mit sich selbst in Harmonie zu kommen … der Rest des Weges ergibt sich oft wie von selbst.

Einfache Übungen für mehr Harmonie


Nehmen Sie sich für die folgenden Übungen etwas Zeit und üben Sie möglichst nur dann, wenn Sie allein in Ihrer Wohnung sind und wenn Sie nicht gestört werden können:

Setzen Sie sich ganz entspannt in einen Sessel oder machen Sie es sich, auch wenn es noch am Tag ist, auf Ihrem Bett bequem. Schließen Sie die Augen und bleiben Sie einige Zeit (fünf bis zehn Minuten, sehen Sie aber nicht auf die Uhr) still auf einem Stuhl oder in einem Sessel sitzen. Konzentrieren Sie sich nur auf das, was Sie hören können. Bei geöffnetem Fenster, bei geschlossenem Fenster? Wenn Sie es sich im Liegestuhl bequem gemacht haben: Windgeräusche? Vogelgezwitscher? Straßengeräusche? Flugzeuge, die über Sie hinweg fliegen? Wenn Sie wollen, öffnen Sie die Augen wieder. Können Sie sich erinnern, welche Geräusche Sie vernommen haben? Vielleicht haben Sie sogar Ihren Herzschlag, Ihren Atem, eine surrende Fliege oder eine tickende Wanduhr gehört. Erinnern Sie sich? Diese Geräusche waren schon da, als Sie Ihre Augen noch offen hielten, aber Sie haben wahrscheinlich nicht darauf geachtet. Ihr Bewusstsein war für diese Geräusche nicht bereit. Sie haben sich also viele akustische Wahrnehmungen entgehen lassen.

Nun betrachten Sie bitte Ihre Umgebung entspannt, aber ganz genau. Fünf, acht oder zehn Minuten? Gleichgültig: Sehen Sie nicht auf die Uhr. Nehmen Sie alles, was Sie sehen, ganz bewusst in sich auf. Stellen Sie sich vor, Sie seien ein Außerirdischer, der die Erde noch nie gesehen hat. Betrachten Sie Ihre Umgebung mit genau dieser Neugierde, die ein Alien auch hätte. Nun schließen Sie bitte wieder die Augen und erinnern sich an die Bilder, die Sie gesehen haben. Mit geöffneten Augen kontrollieren Sie nun, ob Sie nichts vergessen haben.

HarmonieSie merken schon, dass Sie Ihre Sinnesorgane einzeln trainieren und nun wollen wir das Training fortsetzen. Holen Sie sich ein kleines Stückchen zu essen oder etwas zu trinken. Bevor Sie das Stückchen Apfel, Banane, die Kirsche, den Keks oder was auch immer in den Mund nehmen, schließen Sie wieder die Augen, damit Sie von den gustatorischen Eindrücken nicht abgelenkt werden können. Versuchen Sie jede einzelne Geschmacksrichtung genau zu erkennen. „Schmeckt süßlich, fast wie … Schmeckt etwas nach …“ Besonders geeignet sind kleine Schlucke von verschiedenen Weinen oder kleine Bissen verschiedener Brotsorten – wenn Sie sie zur Verfügung haben.

Nun bleibt noch der Geruchssinn. Putzen Sie sich zuerst die Nase, damit die Aromen leichter an die Riechsensoren gelangen können. Was riechen Sie? Blumenduft? Küchengerüche? Welche genau? Fehlt frische Luft? Öffnen Sie das Fenster? Riechen Sie, dass in der Nähe Gras gemäht wird? Vielleicht riechen Sie Heu? Vielleicht aber auch die Abgase eines vorbeifahrenden Mopeds. Egal. Merken Sie es sich.

Die wahre Harmonie der Sinne


Die einzelnen Übungen sind nun zu Ende. Aber Ihre Aufgabe noch nicht: Fügen Sie nun all Ihre Sinneseindrücke zu einem großen Ganzen zusammen und Sie werden erkennen, wie gut Ihre Sinne harmonieren. Das, was Sie gerochen haben, sehen Sie nun; das was Sie gesehen haben riechen Sie nun; auch das, was Sie gehört haben, können Sie nun mit dem Auge erkennen. Das ist die wahre Harmonie der Sinne.

Harmonie365 16.02.2011, 21.35

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von Nils

Wer das weiter üben möchte, kann es auch mit einer kostenlosen Phantasiereise probieren: Einfach mal danach googeln.

vom 25.07.2011, 20.51

"Der eigentliche Sinn allen zweckhaften Tuns ist die

Harmonie."


Max Lüscher

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