Harmonie

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Selbstfindung

Der Weg zum inneren Einklang

Leonie Haas
17 Seiten
ISBN 978-3-86322-027-3 (PDF)
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Ausgewählter Beitrag

Schädliche Harmonie?

Harmonie durch Gleichschaltung?


Oft wird gesagt, dass Ehepartner sich mit der Zeit einander angleichen. Beispielsweise dann, wenn ein Partner die Sätze des anderen Partners vollendet. Aber kann es wirklich gut und bereichernd sein, wenn zwei Menschen derart ineinander aufgehen oder, böse ausgedrückt, gleichgeschaltet sind? Einiges spricht dagegen. Psychologen sehen darin mehr Nach- als Vorteile. Vordergründig werden keine Zwistigkeiten sichtbar, doch dieser Schein trügt oft.

Zu viel Harmonie birgt Gefahren für die Beziehung: Langfristig droht Langeweile und unterschwelliger Groll, denn die verschiedenen Persönlichkeiten mit den ganz individuellen Eigenheiten können auf Dauer nicht aufgegeben werden. Oft gibt es einen Partner, der die Richtung in der Beziehung vorgibt. Der andere, der seine Bedürfnisse zurückstellt, kann sich unter diesem „Diktat“ nicht wirklich wohlfühlen, denn das bedeutete doch, er müsste seine Persönlichkeit aufgeben. Das kann nicht lange gutgehen.

Harmonie ist Ausgewogenheit


Eine Beziehung funktioniert nur dann langfristig, wenn Autonomie und Bindung, Nähe und Distanz ausgeglichen sind. Paare wissen oft nicht, dass es unter der Oberfläche der nach außen dargestellten Harmonie gärt. Reibung erzeugt Hitze. Und deshalb kann gelegentlicher Streit die Beziehung anregen, weil Streit eine Distanz erzeugt, die auch für Erotik eine Voraussetzung ist. Ehepaare sprechen durchschnittlich weniger als fünf Minuten am Tag über ihre Beziehung und über das eigene Befinden. Themen sind hauptsächlich Geld und Kinder, aber selten die eigene Partnerschaft. Paare sollten ihre Beziehung, was gut daran ist und worüber man weniger glücklich ist, häufiger in ruhiger Atmosphäre zum Thema machen.

Wichtig sind persönliche Freiräume. Es muss keine Abwendung vom Partner bedeuten wenn man einmal oder zweimal pro Woche ausgiebig seinem Hobby nachgeht, eigene Freundschaften pflegt oder auch einmal ohne den Partner ein paar Tage unterwegs ist. So kann verhindert werden, dass man nicht ausschließlich als Paar, sondern jeder Teil für sich als eigene Persönlichkeit wahrgenommen und behandelt wird. Das ist nicht nur für die Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen von Bedeutung, sondern durch unterschiedliche Erfahrungen wird auch das Leben als Paar interessanter und jeder Partner bereichert die Beziehung mit seiner Individualität.

Harmonie365 23.09.2011, 18.28

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"Der eigentliche Sinn allen zweckhaften Tuns ist die

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Max Lüscher

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