Harmonie

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Loslassen lernen!

Veränderungen gelöst begegnen

Daniela Kampa
18 Seiten
ISBN 978-3-86322-025-9 (PDF)
Herausgeber:
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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Kolumne Das Tao der Harmonie

Das kleine Tao der Harmonie 9

Harmonie „trotz“ Advent?


Erfolg, Glück, Harmonie, Lebensfreude und GesundheitAdventszeit: Zeit des Friedens, der Ruhe, der inneren Einkehr und familiären Harmonie. Soweit die graue Theorie. Doch – Moment Mal – da war doch noch was? Ach ja, der übliche „Weihnachtsterror“: Alles will weihnachtlich dekoriert sein, Geschenke müssen gekauft und die (im besten Fall) liebe Verwandtschaft durch Adventsbesuche zufriedengestellt werden. Daneben geht der ganz normale Wahnsinn im Job weiter. In vielen Branchen gehört das „Weihnachts-Geschäft“ zu den umsatzstärksten des Jahres, hier muss also auch alles gegeben werden. Von Besinnlichkeit keine Spur. Da kommt gerne Stress und Streit in der Familie auf – nie wird so häufig gestritten, wie in der Weihnachtszeit. Paradox, oder?


Harmonie ohne Erwartungshaltung


Was kann man tun, damit aus der Weihnachtszeit wieder das wird, was wir als Kinder so sehr geschätzt haben? Zunächst einmal: Erwartungshaltung herunterschrauben! Eine festliche und gemütliche Atmosphäre im trauten Heim kann man nicht forcieren! Es nützt nichts, auf Teufel komm heraus ein perfektes Weihnachten wie aus dem Bilderbuch zu erzwingen. Das wird Sie nur zusätzlich stressen und Ihre Nerven blank liegen lassen. Das Resultat wäre im besten Falle frustrierend, im schlechtesten Falle könnte ein unnötiger Streit eskalieren. Schalten Sie also einen Gang runter und geben Sie den Wunsch nach Perfektion auf.


Harmonie-Abkommen


Was ist schon wirklich wichtig an Weihnachten? Eigentlich doch nur, dass die Menschen beisammen sind, die sich von Herzen mögen. Ob alles pünktlich zum Fest fertig wird, das Fest-Essen nicht nach Sternekoch schmeckt oder alle Wunschzettel ordnungsgemäß „abgearbeitet“ wurden, spielt doch wirklich eine untergeordnete Rolle. Statt sich also die Nerven aufzureiben und ein Fest vorzubereiten, auf das schon niemand mehr so richtig Lust hat, weil Stress vorprogrammiert ist, sollten Sie mit Ihrer Familie ein Harmonie-Abkommen schließen: Jeder trägt so viel zum Weihnachtsfest bei, wie er will und kann. Fragen Sie mal Ihre Lieben, ob der Geschenke-Wahnsinn wirklich notwendig ist, oder ob es nicht viel entspannter ist, einfach nur zusammen zu sitzen und es sich gemütlich zu machen.


Das sagt das Kleine Tao der Harmonie


  • Es sind nicht die großen und äußerlichen Gesten, die dir und deinen Lieben Harmonie schenken. Es ist nicht das reich geschmückte Haus, die überbordenden Geschenke und nicht ein perfekt zubereitetes Essen, das Glück in dein Heim bringt. Richte deine Aufmerksamkeit auf den eigentlichen Wert des Festes: Zusammenhalt, Wärme, Liebe und Vertrauen. Nimm nur das wichtig, was wirklich wichtig ist… 

  • Lasse Wahrhaftigkeit den Motor deiner Handlungen sein. Setze keine Maske auf, die nicht deinen Gefühlen entspricht und schlüpfe nicht in Rollen, um es anderen recht zu machen oder eine künstliche Fassade der Harmonie herzustellen. Zeige dich, wie du bist und sage, was du denkst. Wer dich liebt, wird dich verstehen.


Harmonie365 02.12.2010, 21.01 | (0/0) Kommentare | PL

Das kleine Tao der Harmonie 8

Harmonie durch flexible Selbstbilder


Erfolg, Glück, Harmonie, Lebensfreude und Gesundheit„Ich bin…“ 


Wenn man Sie darum bitten würde, diesen Satz mit allen Eigenschaften, die Ihnen zu sich selbst in den Sinn kommen zu vervollständigen, was würden Sie aufschreiben?


Sicherlich so einiges…


In Ihrem Unterbewusstsein befindet sich eine Vielzahl an Meinungen und Bildern, die Sie als charakteristisch für Ihre Person befinden. Sie halten sich (z.B.) für einen ungelenken Redner, eine/n durchschnittliche/n Liebhaber/in, ein viel zu gutmütiges Elternteil, einen grauenhaften Tänzer, einen sicheren Autofahrer, ein Mauerblümchen, etc.


Diese Selbstbilder sind mehr oder weniger fix. Leider ist es grundsätzlich so, dass wir unsere negativen Eigenschaften weitaus häufiger als „unveränderlich“ befinden. „Ich war noch nie ein guter Handwerker“, „Ich konnte noch nie gut einparken, das wird sich auch nicht mehr ändern.“ Wären wir doch auch nur genau so gewiss, wenn es um positive Selbstbilder geht!


Harmonie ist nicht entweder/oder


Manchmal reicht schon ein schlechter Tag, um positive Selbstbilder ins Wanken zu bringen. Ihr Chef findet, dass Sie Ihren Aufgaben nicht gut genug nachgekommen sind und Ihr Bild von sich als zuverlässigem Angestellten bröckelt. Ihr/e Partner/in hat etwas an Ihnen auszusetzen und mit einem Mal beschleicht Sie das Gefühl, dass Sie vielleicht nicht so liebenswert sind, wie Sie bisher dachten. Oder Sie sind einfach mit dem falschen Fuß aufgestanden und all die positiven Selbstüberzeugungen, auf die Sie gestern noch zugreifen konnten, sind heute nicht mehr abrufbar. Resultat: Negative Selbstbilder finden Bestätigung, positive geraten schnell ins Wanken. Das nagt am Selbstwert ebenso wie an der seelischen Harmonie.


Harmonie ist ein Zustand, der nur dann erreicht werden kann, wenn man sich selbst nicht in eine Schublade drücken lässt – auch nicht durch sich selbst! Kein Mensch ist entweder/oder. Streichen Sie feste „Ich bin…“-Urteile aus Ihrem Kopf, da sie beschränkend wirken anstatt unterstützend. Eine Persönlichkeit ist ständiger Entwicklung unterworfen (im besten Falle):


Heute denken, agieren und empfinden Sie so, morgen jedoch kann es sein, dass Sie ganz anders dazu stehen, weil Sie n der Zwischenzeit weitere Erfahrungen gemacht, neue Dinge gelernt und andere Gedanken gedacht haben, die Sie sich von Ihrer „gestrigen“ Persönlichkeit unterscheiden lassen . Es lohnt sich also nicht, sich in engmaschigen Selbst-Beurteilungen (oder gar –Verurteilungen) zu verfangen.


Das sagt das kleine Tao der Harmonie zu fixen Selbstbildern

  • Sieh auf ein Urteil, dass du über dich selbst fällst, wie auf eine Momentaufnahme. Jetzt bist du so – morgen kannst du anders sein, wenn du es wünscht. Bleibe beweglich in der Beurteilung deiner Selbst. Beschränke dich nicht selbst durch feste Urteile. Ein Adler, der denkt er könne nicht fliegen, wird niemals Verwendung für seine Flügel finden.
  • Du bist mehr als das, was du kannst und das, was du nicht kannst. Was du nicht kannst, kannst du erlernen und was du kannst, kannst du wieder verwerfen, wenn es dir sinnvoll erscheint.

  • Erfinde dich, deine Talente und Fähigkeiten jeden Tag aufs Neue und übernimm nicht ungeprüft ein Urteil vom Vortag. Lerne dich und all deine Eigenschaften immer wieder neu kennen, dann wirst du in vollendeter Harmonie mit dir selbst und anderen leben. 

Harmonie365 15.11.2010, 20.18 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Das kleine Tao der Harmonie 7

Harmonie durch Sorglosigkeit Teil 2

Erfolg, Glück, Harmonie, Lebensfreude und GesundheitEin Zustand innerer Harmonie ist nicht zu erreichen, wenn Schuldgefühle und Sorgen die Seele plagen. Was das Kleine Tao der Harmonie zum Umgang mit Schuldgefühlen sagt, haben Sie bereits letzten Monat erfahren. Im Monat August wenden wir uns dem Loslassen von Sorgen zu.

Harmonie - sorgenfrei!


Sorgen entspringen meist der Ungewissheit der Zukunft. Gedanken jagen in einer Art „Karussell“ mit einer quälend hohen Wiederholungsfrequenz durch den Kopf. Fragen tun sich auf und quälen: Was, Wenn, Wie, Wann…


Wie bereits im Kleinen Tao der Harmonie 6 beschrieben, gibt es probate Mittel, die helfen, gezielt zu entspannen. Autogenes Training, Atementspannungsübungen, Yoga und Meditation geben dem Körper die wichtige Information, dass unsere Sorgen nicht „lebensbedrohlich“ sind, er also nicht in ständiger Flucht- und Alarmbereitschaft sein muss. Auch Ausdauersport und Bewegung allgemein können ein effektives Ventil für angestaute Emotionen sein.

Doch die Quelle der Sorgen sind die Gedanken, die sich nicht von den beängstigenden Szenarien lösen können. Zum Glück kann jedoch nicht nur der Körper loslassen lernen, sondern auch der Geist.

Sollten Sie häufig von Sorgen geplagt sein, sei es in finanzieller, beruflicher, emotionaler oder gesundheitlicher Hinsicht, ist es besonders wichtig, dass Sie sowohl Ihren Körper als auch Ihren Geist dabei unterstützen, loszulassen - für mehr Harmonie und inneren Frieden.


Loslassen, was nicht gut tut: Sorgen

  • Prüfe deine Sorgen: Sind sie berechtigt? Helfen Sie dir, besser zu sein? Viele deiner Sorgen werden sich als unberechtigt erweisen. Berechtigte Sorgen aber wirst du besser meistern können, wenn du ihnen zuversichtlich entgegentrittst. Solange du nicht die Gewissheit hast, dass eine Sorge berechtigt ist, solltest du jeden Moment dankbar und mit innerem Frieden annehmen und die Ungewissheit der Zukunft überlassen.
  • Anstatt mit gebeugtem Haupt das Schlimmste zu erwarten, straffe deinen Rücken und tue dein Bestes. Vertraue dir: Du bist stark genug, alles zu meistern, wenn es die Situation erfordert.
  • Gib den Wunsch nach Kontrolle auf und lasse dich auf den ewigen Wandel des Lebens ein, fürchte dich nicht vor Höhen und Tiefen. Vieles von dem, was du heute als Sorge empfindest, wirst du im Rückblick als eine wertvolle Erfahrung betrachten.
  • Willst du deinen Sorgen deine Gegenwart, dein Leben schenken? Schwelende Ängste  fressen die Fülle des Moments. Lasse deine Sorgen gehen und schenke dir die Gegenwart zurück, denn in ihr lebst du.
  • Lasse deine Gedanken nicht immer weiter um die Sorgen kreisen. Wenn du den Staub im Wasser immer wieder aufwirbelst, wird das Wasser nie klar werden. Ebenso ist es mit deinen Gedanken: Dein Geist wird keine Klarheit erlangen, wenn du deinen Gedanken nicht die Zeit lässt, sich zu setzen und zu klären. Übe dich in Geduld und Zuversicht.
  • Erlaube dir, dich von deinen Sorgen zu verabschieden. Fürchte nicht die Sorg-Losigkeit, so wie eingesperrte Tiere die Freiheit fürchten. Atme, schlafe, esse und lebe, sorge dich nicht. Überlege, wie wenig du wirklich brauchst, um ein glücklicher Mensch zu sein. 

Harmonie365 06.08.2010, 13.54 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Das kleine Tao der Harmonie 6

Harmonie durch Sorglosigkeit


Es gibt zwei Gefühle in unserem Leben, die nicht nur unsere persönliche Balance, also die innere Harmonie ernsthaft beschädigen, sondern nachhaltig auch die Gesundheit. Vielleicht können Sie sich aufgrund der Überschrift schon denken, welche Gefühle hier gemeint sind: Schuldgefühle und Sorgen. Diese Gefühlszustände sind eine doppelte Verschwendung von Lebenszeit – und doch so schwer abzuschalten. Haben sie sich einmal in unserem Kopf eingenistet, werden sie zur seelischen Problemzone – und damit auf Dauer auch zur Belastungsprobe für die Gesundheit.

Erfolg, Glück, Harmonie, Lebensfreude und GesundheitWas das unheilvolle Duo Schuldgefühle & Sorgen mit unserer Gesundheit anrichten kann, ist bekannt: Menschen, die dauerhaft von diesen Gefühlszuständen geplagt sind, riskieren sehr schwere Krankheiten. Weniger bekannt jedoch ist, wie wir dem Ursprung dieser körperlichen Beschwerden beikommen können und uns selbst wieder in einen Zustand der Harmonie bewegen können.

Die Lösung liegt auf der Hand – das destruktive Gedanken-Karussell muss gestoppt werden, damit endlich innerer Frieden einziehen kann. Doch was so einfach gesagt ist, ist für den Schuldgefühl- und Sorgengeplagten schwer umzusetzen. Oder doch nicht?

Harmonie: Der Seele Platz in der Gegenwart schaffen!


Die gedanklichen Prozesse, die für Schuldgefühle und Sorgen zuständig sind, lassen sich leider nicht weghexen. Doch wer die Natur seiner belastenden Gefühle kennt, kann auch Tricks anwenden, um ihnen ihre Macht zu nehmen.  Werfen wir deshalb einmal einen genaueren Blick auf das bedrückende Gefühlsduo:

  • Schuldgefühle – Quälgeister der Vergangenheit: Dinge, die Sie einmal gesagt oder getan haben martern Sie und lassen Sie bereuen. Fragen wie „Wäre nicht alles anders gekommen, wenn ich nicht…?“ oder „Warum habe ich nur…? Wie konnte ich…?“ nehmen Gedankenraum ein und lassen Sie auf die Vergangenheit fokussieren.

  • Sorgen – Endzeitszenarien für die Zukunft: Sorgen gelten der Ungewissheit der Zukunft. „Werde ich meinen Job behalten? Wenn nicht, was dann?“, „Wird Beate mir treu bleiben? Wird sie mich verlassen?“, „Was tue ich, wenn sich mein Gesundheitszustand verschlechtert?“, „Kann ich meine Rechnungen nächste Woche bezahlen?“ Die Gegenwart hat keinen Platz in diesem besorgniserregenden Gedankenspiel.


Eines hat das Duo gemeinsam: Es verwehrt Ihnen, im Hier und Jetzt zu leben und die Gegenwart zu genießen. Schuldgefühle richten den Blick nach hinten, in eine längst vergangene Zeit. Sorgen nach vorne, in eine Zukunft, von der niemand weiß, wie sie sich entwickeln wird.

Nüchtern betrachtet sind also diese beiden Gefühlszustände reine Zeitverschwendung. Doch diese Erkenntnis allein hilft weder dem Kopf noch der Gesundheit. Wie jedoch können wir lernen, diese Gefühle loszulassen? Ein guter Anfang, um den Körper zu entspannen, sind Meditation und Yoga. Den Schalter für Harmonie und Seelenfrieden umlegen, müssen wir jedoch woanders – in unserem Kopf!

Das sagt das kleine Tao der Harmonie zu Sorgen & Schuldgefühlen

Loslassen was nicht gut tut: Schuldgefühle:

  • Betrachte die Vergangenheit als unveränderlich,  schlechte und gute Erinnerungen inbegriffen. Was geschehen ist, ist vergangen. Die Schuldgefühle, die dich umtreiben sind nicht dazu geeignet, etwas an der Vergangenheit zu ändern, noch die Gegenwart positiv zu beeinflussen. Mache dir bewusst, dass es sinnvoller ist, zu lernen anstatt sich schuldig zu fühlen. Dann hat die Vergangenheit ihren Sinn erfüllt und Schuldgefühle haben an Macht eingebüßt.
  • Versöhne dich mit Verhaltensweisen, die von der Norm abweichen. Liegen deiner Person  andere Wertesysteme und Maßstäbe zugrunde als anderen Menschen, die dich haben anecken lassen oder die, ohne dass du dies wolltest, die Gefühle anderer verletzt haben? Der Wert deines Lebens ist auf deinen Überzeugungen aufgebaut. Befreie dich von dem Wunsch, Bestätigung von anderen Menschen für dein Denken und Handeln zu erfahren, dann werden auch Schuldgefühle für unpopuläre Entscheidungen keinen Einfluss mehr auf dich nehmen können und du wirst in Harmonie mit deinen Entscheidungen leben.

  • Schaue in dich hinein: Welche Werte machen deine Person aus? Welche Werte vertrittst du nach außen, obwohl sie nicht den deinen entsprechen, weil du denkst, dass dein Umfeld dies von dir erwartet? Schenke dir dieses Versprechen: Handele nur noch deinen ureigensten Überzeugungen entsprechend. Dann handelst du richtig und in Harmonie mit dir.

  • Schätze die Konsequenzen deines Handelns immer eigenverantwortlich und nüchtern ab. Bist du bereit, diese Konsequenzen zu tragen? Oder stehen sie in keinem Verhältnis zur Sache? Vergiss nicht: Es ist dein Leben, du allein entscheidest und bewertest!


Nächsten Monat erfahren Sie, was das Kleine Tao der Harmonie zum Loslassen von Sorgen sagt.

Harmonie365 09.07.2010, 11.33 | (0/0) Kommentare | PL

Das kleine Tao der Harmonie 5

Harmonie durch Selbst-Reflektion


Das „Selbst“ ist das Zuhause der menschlichen Persönlichkeit. Es ist der Ort, an dem Geist und Seele wohnen. Um dieses Bild ein bisschen zu erweitern, gehen wir einmal davon aus, dass jeder Mensch für sich genommen ein Haus, ein Gebäude ist.

Dieses Haus braucht ein Fundament, das stark genug ist, um die Persönlichkeit zu beherbergen und vor destruktiven Einflüssen und Gefühlen zu schützen.

Damit wir uns in unserem Haus wohl und sicher fühlen, sollten wir jeden noch so dunklen Winkel unseres Hauses erkunden – meist aber kennen wir nur sehr wenige Zimmer, der Rest des Gebäudes ist uns ein Rätsel.

Wir leben in einer Welt, die von uns erwartet, mehr auf die Häuser anderer zu schauen, ganze Städte im Blick zu haben – unser eigenes Häuschen zu erforschen, dazu bleibt kaum Zeit und Raum.

Harmonie durch Kontemplation


Selbst-Vertrauen, Selbst-Bewusstsein, Selbst-Achtung, Selbst-Sicherheit – all diese positiven Zustände, die letztlich eine Harmonie mit dem „Selbst“ umschreiben, können wir nur durch intensive Betrachtung unseres inneren Häuschens erreichen. Dies gelingt durch Kontemplation, den Rückzug nach innen.

Eine Meditationsübung kann helfen, das eigene Haus ein wenig besser kennenzulernen und zu einer Herberge der Harmonie zu machen:

Schließen Sie alle Störquellen aus und nehmen Sie eine bequeme Haltung ein. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung, atmen Sie tief in den Bauch, ein und aus. Sobald Sie sich entspannt fühlen, stellen Sie sich das Haus vor, dass Ihre Persönlichkeit darstellt. Welche Farbe hat es, aus welchem Material ist es gebaut? Hat es einen Garten? Wenn ja, welche Blumen wachsen darin? Betrachten Sie Ihr Haus erst einmal eine Weile von außen. Treten Sie dann ein und lassen Sie die Atmosphäre auf sich wirken.

Was spüren Sie, wenn Sie Ihr Haus betreten? Welche Gefühle herrschen vor? Beginnen Sie Ihren Rundgang langsam, versuchen Sie, jedes Detail wahrzunehmen. Ist Ihr Haus eher minimalistisch, funktional eingerichtet oder angefüllt mit vielen Erinnerungen? Welcher Art sind diese Erinnerungen?

Während der ersten Meditationsübung sollten Sie zunächst nur den Eingangsbereich sowie die „Außenanlage“ betrachten, nach und nach dehnen Sie Ihren Rundgang aus und betrachten das Arbeitszimmer, Wohnzimmer, Schlafzimmer etc., bis Sie sich irgendwann auf den Dachboden (=Ihre Hoffnungen, Wünsche und Ziele) begeben. Auch den Keller, der stellvertretend für die dunklen Ecken Ihrer Persönlichkeit steht, sollten Sie erst betreten, wenn Sie sich den Rest des Hauses genau angeschaut haben.

Versuchen Sie, ganz wertfrei auf sich wirken zu lassen, was Sie sehen. Nichts an Ihrem Haus ist gut oder schlecht, selbst wenn manche Zimmer etwas baufällig sind und andere Zimmer (z.B. Ihr „Kreativ-Zimmer“ oder das „Erinnerungs-Zimmer“) schon lange nicht mehr von Ihnen betreten worden sind.

Sie sind der Bauherr Ihres Hauses. Es steht Ihnen frei, es „auszubauen“, also neue Zimmer anzufügen und/oder bestehende Zimmer zu sanieren. Sie können es nach Ihren Wünschen gestalten. Kellerräume, die mit für Sie schmerzhaften Erinnerungen verbunden sind, können Sie „entrümpeln“ und einer neuen, positiven Bestimmung zuführen. Jedes Haus hat dunkle Ecken, lassen Sie sich davon nicht entmutigen. Zum Glück liegt es in Ihrer Macht, dort Lichtanlagen zu installieren oder große Fenster einzubauen, die dem „Abgründigen“ den Schrecken nehmen.

Es sollte kein Raum in Ihrem Haus existieren, den Sie nicht mit Wohlwollen und Akzeptanz betreten können.

So können Sie nach und nach Ihr „inneres Haus“ zu einem Ort der Harmonie machen, an dem Sie sich wohlfühlen und an den Sie sich zurückziehen können, wann immer Ihnen danach ist.

Das sagt das Tao der Harmonie über das „Selbst“:


  • Harmonie entsteht durch die tiefe Kenntnis der eigenen Stärken und Schwächen. Betrachte nicht, was um dich herum ist, sondern betrachte das, was in dir selbst liegt. Lasse dich in der Betrachtung deines Selbst stets von Wohlwollen und Nachsicht leiten.
  • Es ist nicht die Fassade, die ausschlaggebend für die Harmonie im Inneren ist. Wende mehr Zeit für die Räume deiner Seele auf, anstatt darauf zu achten, wie andere dich von außen betrachten könnten.
  • Vergleiche nicht. Begegne deiner Einzigartigkeit mit Dankbarkeit, nur so werden Harmonie und Einklang Einzug in dein Leben halten können. 

Harmonie365 04.06.2010, 11.06 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Das kleine Tao der Harmonie 4

Harmonie im Abschied – Liebeskummer loslassen


Es ist ein Gefühl, das imstande ist, uns den Boden unter den Füßen wegzureißen: der Liebeskummer. Jeder, der ihn schon einmal durchgemacht hat, weiß es. Eine der schlimmen Begleiterscheinungen des Liebeskummers ist, dass wir durch den Verlust des Partners die Balance verlieren, uns aus unserer Mitte gerissen fühlen und von Selbstzweifeln heimgesucht werden. Von Harmonie und Einklang mit sich selbst keine Spur.

Stattdessen: quälende und zermürbende Fragen nach dem Warum, Zweifel am eigenen Wert, an der persönlichen Liebenswürdigkeit. Was rät das Tao der Harmonie, wenn wir mitten im Gefühlssalat versinken und nicht mehr ein, noch aus wissen?

Harmonie entsteht nicht durch „Verhaftung“


Die weisen Lehrer raten davon ab, sein Glück an äußere Dinge zu binden, d.h. daran zu haften („Verhaftung“ ist also nicht im polizeilichen Sinne zu verstehen). Dies gilt für Besitz genauso wie für Überzeugungen und eben auch andere Menschen. Denn an etwas zu haften, bedeutet, sich abhängig zu machen, sein Lebensglück aus den Händen zu geben.

Nun liegt es aber in unserer Natur, tiefe Gefühle für andere Menschen zu entwickeln, sie als Ergänzung unseres Selbst zu erleben – und letztendlich macht genau dies auch die Faszination und Schönheit der Liebe aus. Nur die abgeklärtesten Geister vermögen sich von der Verhaftung zu befreien und die Erfüllung ganz allein in sich selbst zu finden.

Trotzdem können wir lernen, mit dem Verlust eines Partners umzugehen, ohne gleich einem buddhistischen Kloster beizutreten.

Zurück zur Harmonie durch Akzeptanz


Möchten wir den Liebeskummer loslassen, dürfen wir uns ruhig eine Phase des Selbstmitleids und der Traurigkeit erlauben. Alles andere würde vermutlich Selbstverleugnung bedeuten (was ungesund wäre) und wäre als unrealistisch einzustufen.

Dennoch sollten wir uns in dieser Phase gut im Auge behalten, ein gesundes Maß einhalten und auf lange Sicht eine Änderung der Perspektive anstreben: Nicht traurig sein, etwas Geliebtes verloren zu haben, sondern dankbar dafür, ein Stück des Lebensweges gemeinsam gegangen sein zu dürfen.

Eben bis zu dem Punkt, an dem sich einer der Partner entschlossen hat, sein Glück auf einem anderen Wege zu suchen.

Dies sagt das Tao der Harmonie zum Thema Trennung:

  • Solange ihr euch bereichert, geht euren Weg zusammen. Sobald ihr euch beschneidet, wählt unterschiedliche Wege.
  • Lass deinen Gefährten ohne Groll und Schuldgefühle ziehen, wenn sein Weg zum Glück in eine andere Richtung als die deine führt.
  • Vertraue der Zeit, dass sie dir die Antworten gibt, nach denen dein Herz sucht. Versuche, keine Antworten zu erzwingen.
  • Gestatte dir deine Gefühle, doch mache sie nicht zur Grundlage deiner Handlungen.

Harmonie365 12.05.2010, 11.54 | (0/0) Kommentare | PL

Das kleine Tao der Harmonie 3

Harmonie und Disharmonie bedingen sich gegenseitig


Harmonie durch Disharmonie – klingt das für Sie wie ein Paradoxon? Nun, zugegeben, Harmonie (Eintracht) und Disharmonie (Zwietracht) sind zwei extreme Ausschläge in vollkommen unterschiedliche Richtungen – dennoch: sie liegen auf ein und derselben Skala. Diese Skala beschreibt lediglich zwei sehr unterschiedliche Zustände ein und desselben Dinges: emotionale Relationen. Die Existenz der Disharmonie bedingt erst die Harmonie – und umgekehrt.

Harmonie – aber nicht auf Kosten der Entwicklung


Zwei Individuen können nichtimmer im Einklang schwingen. Und das ist auch gut so. Würde unser Alltag so verlaufen, dass wir uns an unseren Mitmenschen (dem Partner oder der Partnerin, dem besten Freund, Familienangehörigen, Kollegen etc.) niemals reiben würden, immer derselben Meinung wären, immer in dieselbe Richtung schauen würden, dann würde dies einen absolut stagnativen Zustand ergeben, einen Zustand, der keinerlei Entwicklungspotential mehr in sich bergen würde. Es wäre ewig Friede, Freude, Eierkuchen – aber immer auf demselben Standard und ohne Aussicht auf persönliches und gemeinschaftliches Wachstum, neue Perspektiven und Entwicklung.

Wenn man von sich und seiner Umwelt ein ewig harmonisches Miteinander erwartet, sind Enttäuschungen quasi vorprogrammiert  - und Enttäuschung macht Harmonie auf lange Sicht erst recht unmöglich. Es gilt, sich mit der Tatsache zu versöhnen, dass echte Harmonie nur dort entstehen kann, wo Auseinandersetzungen möglich sind, wo auch Konflikte ausgetragen werden können, ohne dass das freundschaftliche oder respektvolle Konstrukt gleich in seinen Grundfesten erschüttert ist.

Harmonie: gegenseitige Bereicherung


Sicher ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie klar die Luft nach einem Gewitter ist. Genauso verhält es sich nach einem konstruktiven Streit: dem Unmut ist Luft gemacht, der Druck ist raus, beide Parteien wissen, woran sie sind und können sich jeweils in Ruhe überlegen, was sie mit ihren neuen Erkenntnissen anstellen. Es ist wieder Platz für neue Gedanken, für eine gemeinsame Bewegung nach vorne. Und diesmal dann wieder in Harmonie.

Das sagt das kleine Tao der Harmonie zum Thema Streit:

  • Es sind nicht Konflikte, die die Harmonie gefährden, sondern schwelende und unterdrückte Gefühle. Harmonie kann nur auf aufrichtigem und wahrhaftigem Boden gedeihen. Hinter einer lächelnden Fassade jedoch kann sie nicht existieren.
  • Fürchte nicht den Streit. Fürchte nur das Schweigen. Wer sich mit dir streitet, sucht den Kontakt zu dir. Wer sich die Mühe macht, mit dir zu diskutieren, ist auch an einer Einigung interessiert. Wer jedoch schweigt, hat sich für dich verschlossen und ist im Geiste schon weit fort.
  • Auseinandersetzungen bergen den Keim des Wachstums. Der Schlüssel liegt im Streit selbst. Warum bist du in Streit geraten? Wie kam es dazu?

Harmonie365 07.04.2010, 17.10 | (0/0) Kommentare | PL

Harmonie - Ihr Tao Nr. 2

Das kleine Tao der Harmonie Nr. 2 - Die Weisheit der Nachsicht bringt Harmonie in Ihren Alltag


Es gibt unendlich viele Gelegenheiten, sich über seine Mitmenschen aufzuregen. Besonders, wenn uns rücksichtslos auf die Füße getreten wird – bildlich oder wortwörtlich gesprochen. Und das passiert ja leider im alltäglichen Ablauf relativ häufig.

Harmonie-Räuber des Alltags


Sicher kennen Sie das auch: es können Kleinigkeiten sein, wie ein weggeschnappter Parkplatz, ein unfreundliches Wort oder eine ungerechte Bewertung unseres Handelns, die uns aus dem Gleichgewicht bringen – und damit weit weg von einem Zustand der Harmonie. Da kann es mitunter ganz schön schwierig sein, nicht wie das HB-Männchen in die Luft zu gehen oder gefühlte Angriffe auf unsere Integrität nicht persönlich zu nehmen.


Harmonie bedeutet Nachsicht üben


Es ist eine wertvolle Fähigkeit, Nachsicht mit Unzulänglichkeiten, Rücksichtslosigkeiten oder dem egoistischem Verhalten anderer Menschen üben zu können. Denn Nachsicht ist wie ein stabiles Betonfundament, welches uns sicher im Boden verankert, wenn wir mal wieder von unserer Umwelt geschubst und gezwickt werden und aus dem Gleichgewicht zu geraten drohen. Doch wie erlangt man nun diese Harmonie-spendende Nachsicht?

Nachsicht = Verständnis = Harmonie


Nachsicht ist gleichbedeutend mit Verständnis, Geduld, Anteilnahme und Toleranz.  Es gibt ein Sprichwort, das besagt: „Je mehr Einsicht, desto mehr Nachsicht.“ Auch wenn es manchmal schwer fällt, sollten wir nie vergessen, dass auch wir selbst fehlbar sind und nicht immer so charakterstark, wie es vielleicht manchmal wünschenswert wäre.

Bevor wir uns also unnütz über unsere Mitmenschen aufregen und uns davon die Stimmung verderben lassen (oder vielleicht sogar die Situation zur Eskalation bringen), sollten wir ärgerliches Verhalten in einem reflektierten und wohlwollenden Kontext betrachten. Wir können uns fragen: Wie hätte ich in dieser Situation/ in diesem Alter/ unter diesen Voraussetzungen et c. reagiert?


Harmonie entsteht dort, wo wir bereit sind, unseren akuten Ärger zurückzuschrauben, um zu verstehen, warum unser Gegenüber sich so ärgerlich verhält. Meist verfliegt der Groll dann schnell und wir können mit einem Schulterzucken weitergehen.

Das kleine Tao der Harmonie sagt zur Nachsicht:

•    Kenne deine eigenen Schwächen und Fehlbarkeiten, so kannst du die der anderen besser verstehen und somit auch verzeihen.

•    Miss nicht mit zweierlei Maß: Bewerte die Fehler anderer nicht strenger als deine eigenen.

•    Vergiss nie, dass hinter der Fassade eines Menschen für dich unsichtbar Wunden und Verletzungen verborgen sein können, die sein Verhalten erklären oder gar rechtfertigen würden.

•    Fühle dich nicht durch das Fehlverhalten anderer verletzt, provoziert oder beleidigt: deine Persönlichkeit ist unantastbar. Du bist der alleinige Wahrer der Harmonie in deinem Leben.

Harmonie ist Gleichgewicht, Einklang, Balance. Haben wir diesen Zustand durch die Weisheit der Nachsicht einmal aufrichtig erlangt, kann uns so schnell kein äußerer Faktor aus der Spur bringen. Wer sich in Nachsicht übt (und das kann zugegebenermaßen schon mal eine echte Herausforderung sein), dem gelingt es, dort zu lächeln, wo andere um ihren Blutdruck fürchten müssen.

Nachsicht schenkt also nicht nur Harmonie für den Alltag, sondern ist eine echte Allzweckwaffe gegen vermeidbaren Ärger und Stresssymptome.

Harmonie365 03.03.2010, 11.31 | (0/0) Kommentare | PL

Harmonie - Ihr Tao Nr. 1

Das kleine Tao der Harmonie

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„Am Anfang des Leidens stehen Verlangen und Wunsch.“ Im buddhistischen Glauben geht man davon aus, dass alle Disharmonie und alles Leid dieser Welt auf ein Übermaß an Verlangen zurückzuführen ist. So stehen all unsere Ängste, Sorgen, Befindlichkeiten und Probleme in engem Zusammenhang zu unseren Begierden. Der Ehrgeiz, gesellschaftlichen Status zu erreichen, die Sehnsucht von jemandem geliebt zu werden, die Gier nach Macht, Ruhm und Wohlstand etc., hindern uns dem buddhistischen Verständnis nach daran, ein Leben in Harmonie führen zu können. Denn anstatt zu begreifen, dass wir nur dann in der Lage sind, echte Harmonie zu erleben, wenn wir uns von den Zugkräften der Außenwelt und unseren eigenen Ansprüchen befreien,  jagen wir ewig unseren Sehnsüchten hinterher, immer getrieben von der Sorge und der Angst, unser Ziel nicht zu erreichen oder irgendetwas zu verpassen. Ganz schön stressig und auf Dauer zermürbend und wenig befriedigend!


Nun sind die meisten von uns keine Shaolin-Mönche, die sich in der Zurückgezogenheit eines Klosters auf die Freiheit des Geistes konzentrieren können, sondern stehen mitten im Leben, umgeben von der ganz gewöhnlichen Ablenkung und dem allgegenwärtigen Konsum, konfrontiert mit den Anforderungen des Alltags. Wie wir trotzdem ein Maximum an Harmonie in unser hektisches Leben ziehen können, verrät das monatlich erscheinende kleine Tao der Harmonie.


Das kleine Tao der Harmonie 1


Weniger ist mehr:


Harmonie!


Konsum ist ungleich Harmonie


Es ist manchmal eine wahre Herausforderung, sich von dem allgegenwärtigen Konsum nicht fortschwemmen zu lassen. Wir kaufen und kaufen und kaufen, häufig sogar Dinge, die wir überhaupt nicht benötigen. Wir kaufen einfach, weil die Dinge verfügbar und womöglich gerade im Sonderangebot sind. Nebenher werden wir überschwemmt von markigen Werbesprüchen, die uns suggerieren sollen, dass wir ohne dieses oder jenes neue Produkt gar nicht überlebensfähig oder wenigstens total „out“ sind.

Nun geht es nicht darum, vollkommen weltfremd in einer kargen Höhle zu sitzen und sich aus Stöcken Essensstäbchen zu schnitzen. Doch wir alle tun gut daran, bisweilen innezuhalten und zu überlegen, was diese Mentalität für eine Auswirkung auf die Harmonie in unserem Leben haben kann.

Belastete Harmonie


Besitz belastet alle Harmonie. Davon kann nicht nur Dagobert Duck ein Liedchen singen, der vor lauter Angst um den Inhalt seines Geldspeichers des Nachts kaum ein Auge mehr zubekommt. Die Sorge um sein Geld und die Gier nach weiteren und größeren Reichtümern treiben ihn nahezu in den Wahnsinn und nehmen all seine Gedanken, all seine Zeit in Anspruch.
Besitz belastet in mannigfaltiger Form, denn alles was man besitzt muss man pflegen und schützen. Nehmen wir ein ganz banales Beispiel: wenn wir viel Nippes in der Wohnung stehen haben, müssen wir uns unentwegt mit dem Nippes beschäftigen, damit er nicht einstaubt oder kaputtgeht. Das kostet nicht nur sehr viel Zeit und Energie, die für andere, vielleicht wertvollere und sinngebendere Beschäftigungen verloren geht, sondern im Zweifelsfall auch ganz schön Nerven. Vielleicht müssen wir sogar Angst um den Nippes haben, weil ein kleines Kind zu Besuch ist, welches das wertvolle Porzellan kaputtmachen könnte. Statt uns also über den Besuch zu freuen, beten wir insgeheim, dass die Schmuckstücke den Besuch unzerstört überstehen und die neugierigen Kinderhände möglichst bald wieder verschwinden. Aber nicht nur in dieser Hinsicht lenkt uns der Nippes vom Wesentlichen ab: wie nur soll unser Geist zur Ruhe kommen, wenn in jeder Ecke ein Figürchen steht, dass unsere Augen anzieht und unsere Gedanken an sich bindet? Die Antwort ist einfach: nämlich überhaupt nicht.

Harmonie bedarf keines materiellen Fundamentes


Besitz bindet also, wie das oben genannte Beispiel versinnbildlichen soll. Harmonie kann aber nur dort entstehen, wo geistige Freiheit und Unabhängigkeit herrschen. Materieller Überfluss erschwert das Erleben von Harmonie gleich auf mehreren Ebenen.
 
Damit wir uns gar nicht erst in den Dienst unseres Besitzes stellen lassen und vollkommen von unserem Besitz abhängig machen, lohnt es sich, das eigene Konsumverhalten immer wieder einmal zu hinterfragen und zu beleuchten – denn wir alle sind schließlich ständigen Versuchungen ausgesetzt. Wir können aktiv entscheiden, wie weit wir uns in die Spirale aus Besitzen-Wollen und Besessen-Werden hineinbegeben möchten.

Das sagt das kleine Tao der Harmonie zu Konsum und Besitz:


•    Messe Gegenständen den richtigen Wert bei: sie sind nicht von Belang
      für dein Seelenheil.
•    Was du gerne besitzt, solltest du leichten Herzens verschenken können.
•    Wer immer mehr haben will, kann nicht im Moment verweilen. Versuche
      deshalb mit dem zufrieden zu sein, was du hast.
•    Befreie deinen Geist, indem du dich von überflüssigem Besitz befreist,
      insbesondere von ungeliebten Dingen oder kaputten Gegenständen.
•    Umgib dich nur mit dem, was du wirklich zum Leben brauchst.
•    Wenn dir etwas abhandenkommt, das du gern gehabt hast, solltest du nicht
      den Verlust betrauern, sondern dankbar sein für die Zeit, in der es dich
      begleitet hat.
•    Fürchte nicht, deinen Besitz zu verlieren, fürchte vielmehr, dich an deinen
      Besitz zu verlieren.

Harmonie365 03.02.2010, 11.13 | (0/0) Kommentare | PL

Unsere Monatskolumne Harmonie

Harmonie - Wir haben etwas Neues für Sie!


Zu Anfang eines jeden Monats wird es eine Kolumne zu dem Thema  „Das kleine Tao der Harmonie“ geben.

Diese monatlichen Fortsetzungs-Beiträge werden Sie zukünftig in dieser Rubrik finden.

Wir freuen uns, Ihnen schon bald den ersten Beitrag vorstellen zu dürfen und hoffen, damit ein wenig zur Steigerung der Harmonie im Leben beitragen zu können.

Sollten Sie Verbesserungsvorschläge, Anregungen oder Kritik äußern wollen, dann kontaktieren Sie uns gerne über das Kontaktformular.

Ihr
Harmonieblog

Harmonie365 28.01.2010, 16.21 | (0/0) Kommentare | PL

"Der eigentliche Sinn allen zweckhaften Tuns ist die

Harmonie."


Max Lüscher

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